Der Bücherprinz oder Nachtigall ik hör dir trappsen

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Kennt ihr das? Man liest ein Buch und ist hin und weg. Eine adäquate Rezension scheint unmöglich, zu überlegen seine Sprachgenialität. „Kopfverdreht vom Buch“. Nun handelt diese Autobiografie von einem, der Auszog, die Regeln zu brechen. Ausziehen musste, bevor die Regeln ihn brechen.
In einem uns bekanntem Land, war eine Eule sehr bekannt. Und diese Eule, die ich meine, nennt sich Frieling.
Er nimmt mich mit in sein Leben.
In langsamen Wellen nimmt er mich mit, führt mich durch die Anfänge, wägt ab, analysiert, sucht und findet seine Wahrheiten. Er zeigt, dass es kommen musste, wie es kommt.
Sein Buch drang in meinen Kopf, verdrehte mir denselben. Ich durchdachte die Formulierungen, suchte hinter den Zeilen und bewunderte die Wahl seiner Worte. Seine Gedichte, die geschilderten Tatsachen, die Bücher die ihn begleiteten, ich wollte in seinen Spiegel sehen. Wie berauscht und süchtig nach seinen Worten.
Ich fühlte es förmlich, das sich Auflehnen gegen die Langeweile des Gewohnten. Den Rebellen, der seine Bücherwelt im Kopf nachspielte und darin verschwand um dem Alltag des Lebens zu entgehen.Die Wellen seines Lebens werden höher, der Weg, kein leichter.
Völlig ahnungslos beim lesen war zumindest ich, ich hatte keine Ahnung wohin das führen würde. Das Buch war geschenkt, der Autor eine FB Bekanntschaft.
Also las ich wie besessen, immer neugierig auf die nächste Episode im Leben dieses Autors. Immer mehr fand ich Gemeinsamkeiten, lachte über seinen spitzfindigen Humor.
Sein Leben hat viele Empfindungen in mir ausgelöst, das hatten lange keine Bücher mehr geschafft. Ich verliebte mich! In seine Worte, in seine Sprache!
Er zwang mich, seine Liebe zum lesen zu fühlen, die Gedankenwelten die er auslöste zu erfahren und auf jeden Fall, immer weiterzulesen, denn ich wollte das Ende wissen.
Wie in einem Krimi spannt er den Bogen durch sein Erleben.
Sein Leben ein Drama, eine Operette mitunter, jedoch fast immer, auf Messers Schneide.
Aber, die Buchstabenzauberei, der Dirigent der Worte, der Geigenvirtuose der sagenhaften Welt der Worte, er faszinierte mich, brach längst vergessenes auf und ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
In einem mir bekanntem Land, war eine Eule sehr bekannt. Und diese Eule, die ich meine, nennt sich Frieling. Seine Freunde kürten ihn zum Prinz der Bücher. Prinz Rupi wird er nun genannt.
Seine Worte, klar wie Diamanten, geschliffen wie sie, mal in allen Facetten leuchtend, das Licht der Ideen und Weisheit brechend und durch Schliff hervorgehoben.Mühsam der Erde entnommen, sorgfältig ausgewählt und dann schneidend, hart, immer noch diamantenklar, gepresst aus dem Kohlenstaub jahrmillionenalter menschlicher Weisheit hervorgebracht.“Diamonds are the girls best friend“, kaum gedacht, beschreibt er es wieder. Frauen, ja er hatte Erfolge, aber sie liebten seine Worte, nicht den Menschen.
So ging es mir die ganze Zeit beim lesen. Es ist unmöglich, etwas aus dem Buch herauszulesen, was er nicht sorgfältig vorbereitet und geplant hat. Er ist der Verfùhrer, man folgt seinen Worten, seiner poetischen Logik, seiner Reise durch sein Leben..
Und ja, auch dieses Leben hat mich in seinen Bann gezogen. Gezwungen hat es mich, zu reflektieren, über mein Leben und Erleben. Das Nachwort, ich las es mittendrin. Ich wollte endlich wissen, wer so viele Gemeinsamkeiten mit mir hatte, dass ich nicht mehr schlafen konnte und wie paralysiert weiterlesen und denken musste.
Der Eulenspiegel hielt mir einen Spiegel vor.
Die dunkle Seite, er spart auch sie nicht aus. Mit ebenso genialer Fantasie stattet er sie mit passenden Worten und Ereignissen aus. Wer sein Leben liest, wird mitgerissen, konfrontiert, in dem schnellen Strudel seines Lebens.
Seine Zitate, Menschen denen er begegnete, sein Leben, führten zu einer tiefen Verbundenheit.
Ich wurde regelrecht verliebt in seine Worte.
Auch wenn er selbst schreibt, er hatte so seine Schwierigkeiten mit Emotionen, so glaube ich ihm dies nicht. Er spielt mit Emotionen, schafft es, sie nur Kraft seiner Worte, in mir auszulösen.
Er bleibt immer, wer er ist. Ein Kämpfer gegen den Strom, ein kreativgenialer Kopf, der immer liebt was er tut. Und etwas Neues schafft, wenn er spürt, die Liebe ist ausgebrannt.Oft unkonventionell mit spitzer Feder.Was in unserem Land nicht zu Anerkennung, sondern zu Neid und Kritik führt.
Er lässt mich teilhaben, zeigt mir den Weg zu der Erkenntnis, folge deinem Stern und du kannst selbst einer werden!
Ja, eine Autobiografie, die gleichzeitig ein Leitfaden für Autoren ist, eine Reise durch die Geschichte und eine Geschichte in der Geschichte hinter der Geschichte.
Er selbst sagt, er polarisiere gern und ja, dies gelingt ihm sein ganzes Leben!
Ein Pionier in der Buch und Verlagswelt, dem der Erfolg recht gibt und der es gleichzeitig versteht, nie überheblich zu werden und dessen Passagen übers Lesen und Schreiben mich zu Tränen gerührt haben.
Ich war in trance, beim Lesen genau wie jetzt beim Schreiben und genau das war es, was er auch bezwecken wollte!
Franz Borkenau beschreibt ein Epos als literaische Form der Selbstfindung nach barbarischen Zeitaltern. Der Bücherprinz zeigt sein Epos, welches sich sein Leben nennt.
Ein Grenzgänger war er immer, sein Epos konnte jedoch nur am Scheideweg entstehen. Sein unbedingter Wille zu überleben lies ihn schreiben und das ist es, was ihn wiedereinmal rettet.Ganz nebenbei erhält man ein Stück reale Geschichte und einen Leitfaden, wie man Autor werden kann. Authentizität ist der Schlüssel, Fleiß der Preis und die Liebe zum Leben und Schreiben der Motor.P_20141027_114258~2

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