Rezension zu Schatten über der Insel

FB_IMG_1423475428940Schatten über der Insel (Kindle Edition)
Der zweite Lasse Larsson Krimi, den ich von George Tenner gelesen habe. Auch hier wieder ein sympathischer Kommissar, der seinem Privatleben nur halb so viel Bedeutung zumisst, wie seinem aktuellen Fall. Die Insel Usedom steht im Mittelpunkt verschiedener Verbrechen. Brandstiftung, Rechtsradikale, Lover Boys oder Kinderschänder und vermisste Mädchen.
Genau beschreibt der Autor die Charaktere und sein Ermittler Larsson muss viel in den Familiengeschichten forschen und in Gesprächen mit Zeugen und Verdächtigen den roten Faden finden.
Geschickt hält der Autor mich im Spannungsbogen, zeigt auf, wie Verbrechen entstehen können und wie kaputte Familien und falsche Leitbilder zu Verbrechen führen können.
Beim lesen wurde ich wieder gezwungen, Tatsachen zu überdenken und mir eine eigene Meinung zu bilden.
In diesem Krimi wurde ich an die Erzählkunst von dem Unvergessenem J. M.Simmel erinnert, der auch wie sein Nachfolger Tenner, unbequeme Wahrheiten in Romanform verpackte.
Ebenfalls bemerkt man eine gute und tiefe Menschenkenntnis des Autoren, der nicht nur unterhalten, sondern auch aufrütteln und warnen möchte.
Seine Orte, die Kriminalistik, ja jedes Detail ist bis ins kleinste korrekt recherchiert und wahrheitsgetreu!
Es ist wiedereinmal ein Stückchen Menschlichkeit in seinen Abgründen, ohne erhobenen Zeigefinger oder dabei langweilig zu werden.
Ein Krimi-Roman, der mich in Spannung hielt!
Ich kann ihn vorbehaltlos empfehlen, wenn man mehr aus einem Buch mitnehmen möchte als blosse Unterhaltung oder Ablenkung!
Im Gegenteil, die erzeugte Spannung und seine Nähe zur Realität fordern mich zum denken und beleuchten wiedereinmal die menschlichen Abgründe!
Ich werde die anderen Usedom Krimis ebenfalls lesen und auch die anderen Bücher von Tenner, denn seine Art zu schreiben spricht mich sehr an!
Ich kann nur sagen, lest es selbst!

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Nichts geht mehr

Mein Weg

Mein Weg

Da haben wir den Salat. Nicht zum essen, leider. Ich bin gefangen. Nach einem Jahr bei Facebook und vielen Diskussionen mit Autoren, Schriftstellern und Verlegern, fällt mir nichts mehr ein. Leer, ausgebrannt, aber genauso übervoll, gesättigt und zufrieden. Der Faden ist gerissen. Was soll ich noch schreiben, alles ist gesagt, wurde schon geschrieben, andere haben schon alles veröffentlicht.
Der Ausreden sind da viele. Ich habe keinen Laptop mehr, die Tastatur des PC geht zu schwer, ich muss erst noch lesen und rezensieren, immer wenn ich schreiben möchte kommt Besuch, ich bin depressiv usw.
Ich versuche alle Tricks, die mir sonst geholfen haben. Ich gehe mit Terrie durchs Moor, sie freut sich, ich bekomme noch den Kopf nicht frei. Ich mache den Haushalt, verpasse den Ponys eine Stunde Bodenarbeit, miste den Stall aus und fühle mich wohl dabei. Aber, der Faden der Geschichten die mich sonst bevölkern, ist immer noch gerissen.
Das Buch liegt halbfertig in der Datenbank, die Rezensionen stapeln sich und wollen geschrieben werden, Freunde warten auf zugesagte Artikel und ich, mir fällt nichts ein.
Den Ratgeber von Ruprecht Frieling, „wie Autoren ihre unbewussten Kräfte nutzen können“ zum zweitenmal gelesen und mein Kopf bleibt leer, nichteinmal eine Rezension zu diesem wirklich hilfreichen Ratgeber will aus meinen Fingern fliessen.
Ich meditiere, lese, fange an zu tippen, NICHTS.
Leer, antriebslos, satt, leer und vergessen.
Nicht, das dieses Problem neu für mich wäre. Dieses Phänomen kenne ich seit meiner frühesten Kindheit. Mal überbrausend, kreativ, schäumend vor Worten und Geschichten, mal stumpf, wortlos, ideenlos.
Doch diesmal geht Nichts. Kein erlerntes Entspannen, keine Ablenkung, kein….., Nichts!
Wo soll ich anfangen, was zuerst abarbeiten?
Ein Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Also trete ich mich selbst, versuche den ersten Schritt zu tun.
Wie in Zement gegossen kleben meine Worte im Kopf.
Jetzt, beim Scheiben, kommt mir der Verdacht, das ist das Problem. Das letzte Jahr, ich bin auf vollen Touren gelaufen, im privaten ebenso wie im beruflichen.
Immer volle Leistung. Und der Probleme sind da nicht wenige. Fertig bin ich nie. Weder im Haushalt, noch bei der Erziehung der Kinder, noch beim Hausbau, noch beim Schreiben, noch mit mir selbst.
So viele nette Menschen kennengelernt, so viele neue Kontakte geknüpft, so viele Erfahrungen in kurzer Zeit gemacht, soviel Zuneigung, Lob und Freundschaft erhalten.
Ist es das, was mich lähmt ?
Fehlen mir die langen Zeiten der Einsamkeit, der Stille und des heimlichen vor mich hinträumens?
Eine Schaffenskrise, ohne je etwas geschaffen zu haben?
Ja, ich schreibe jeden Tag, wenigstens diesen Rat beherzige ich. Aber es gefällt mir nicht, was ich schreibe.
Sind es die hohen Erwartungen, die ich und andere an mich haben? Ist es das schlechte Gewissen, das hier gute Autoren auf meine Rezension warten? Das mein Buch nicht weitergeht, weil ich dauernd bei Facebook rumhänge? Ist es, daß meine Umgebung nun mitbekommen hat, was ich tue? Ist es mein Anspruch an mich selbst, das alles was ich tue, perfekt sein muss? Zumindest ich muss es perfekt finden.
Besser organisiert sollte ich sein, mit Listen, wann ich was angenommen habe und wann die sogenannte Deadline ist.
Aber es tut wahnsinnig gut, dieses alles aufzuschreiben und ich merke, wie ich etwas milder zu mir selbst werde und sich langsam meine Gedanken anfangen zu ordnen.
Mehr auswählen muss ich, wie immer, was mich voranbringt, was mir wichtig ist und wie ich mich dabei fühle.
Und nicht vergessen, Lesen ist und bleibt meine Passion. Danach kommt erst das Schreiben.
Also, werde ich jetzt lesen was mir Spass macht und dann, dann klappt es vielleicht auch wieder mit dem Schreiben.

2014 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 670 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 11 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Wortklauberei

Kennt ihr das?

Ich steh im Bad und bewunder den Farbwechslerduschkopf meines Sohnes und wir alle, Vater, Mutter und 4 Kinder, sprechen über Rezensionen im Amazonas. Es geht um den neuerworbenen Duschkopf. Ich sag so: „das heisst auch Bewertung. “ Alle so :“ nee Mama, das heißt auch Rezension“ und ich setze zu einem meiner berüchtigten Vorträge an. Da sagt der 18jährige: “ Mama, gehörst du jetzt auch schon zu den < Grammar Nazis? >  Alle lachen sich kaputt, ich weniger.

In Erwachsenensprache übersetzt, heißt das wohl, dass ich ein Rechtschreibfanatiker bin.

Wieder falsch!

Auf Nachfrage erklärt mein Sohn mir, so werden bei ihm an der Schule (11. Klasse) die, die immer alles besser wissen genannt. Wieder brüllendes Gelächter aus der Geschwisterfraktion!! 🙂

„Dann bist du das ja auch“ sind sich jetzt alle einig! Bevor ich zum nächsten, sehr entsetzten Vortrag über die Wahl des Ausdrucks an sich ausbrechen kann, sind alle Kinder wie von Zauberhand verschwunden.

So sind sie, die lieben Kleinen. Wollte noch jemand wissen, warum ich graue Haare hab?

Martin Barkawitz

Hier ist dem Autor ein kleines Meisterstück gelungen! Sprachlich und stilistisch ganz wie A.C. Doyle, entführt er uns wieder nach London in die Baker Street. Sherlock löst auch das Rätsel um Hieronymus Bosch mit viel Einsatz und Logik. Die bekannten Figuren wie Lestrade sind ebenfalls dabei. Sprachlich auf hohem Niveau mit der Sherlock Holmes eigenen Logik. Auch Dr.Watson mit seinen gewohnten Eigenheiten perfekt getroffen. Es war sehr spannend zu lesen, auf welchen Umwegen Sherlock und Watson es dann doch wieder schaffen, alle Rätsel zu lösen. Sogar ins alte Holland verschlägt es die beiden. Ich war begeistert bis zur letzten Seite und fand es toll! Ein Must read für echte Sherlock Holmes Fans!! Auch die Szenerie im alten London und Amsterdam ist gut getroffen. Man ist beim lesen echt in einer anderen Welt. Empfehlenswert und Lesenswert! Mit britischem Flair und gentlemanlike, ein echter Krimi!!